Künstlersiedlung

Halfmannshof im Neubeginn

Die Künstlersiedlung Halfmannshof liegt im Gelsenkirchener Süden, idyllisch in der Mitte der Metropo­le Ruhr. In der Metro­pole Ruhr existieren die unterschiedlichsten städtischen Strukturen direkt nebeneinander: Da befinden sich Bauernhöfe an Verkehrsachsen neben Relikten der Montanindustrie neben dichter urbaner Bebauung und modernen Technologie-und Dienstleistungsbetrieben. So auch im Kreativ.Quartier Ückendorf! Der Halfmannshof wirkt nach außen wie eine ländliche Idylle mitten in der Stadt, aber das ist nur die halbe Wahrheit – als Künstlersiedlung mit einer über achtzigjährigen Geschichte bietet er als Wohn- und Arbeitsquartier vielfältiger Kunstschaffender seit jeher ohnehin ein lebendiges, kreatives Bild.

 

(c) Nicolas Chuard, Illustration Halfmannshof als Dankeschön für die Unterstützung im Rahmen der Rietveld Mobility Ruhr 2015

 

Drei Städte, zwei Regierungsbezirke und zwei Landschaftsverbände treffen am Halfmannshof aufeinander – mittendrin, aber dennoch im Grünen. Die A40 im Rücken, der Bahnhof fußläufig, und doch die notwendige Konzentration und den Raum für kreative Prozesse bietend.

In der Umbauphase der letzten Jahre seit 2012 haben wir bereits Vieles erprobt und in die Tat umgesetzt: Der Halfmannshof wurde Teil vielfältiger Netzwerke und hat sich als Basis für langfristige internationale Partnerschaften, sowohl für Künstler_Innen als auch für Kreativunternehmer_Innen, Kulturinstitutionen bis hin zu Universitäten etabliert. Netzwerken bedeutet hier nicht, dass lediglich mit einem trendigen Modewort hantiert wird. Alles ist  immer darauf ausgerichtet, Zusammenarbeit und ganz konkrete Projekte zu erzielen, Ergebnisse zu bekommen, Entwicklungen zu befördern!

Die Netzwerke reichen dabei von lokalen und regionalen Einrichtungen über ecce und die Urbanen Künste Ruhr hin zum EU-Projekt Erasmus for Young Entrepreneurs (für den Kreativsektor) und zu (internationalen) Universitäten und Hochschulen.

 

Der Halfmannshof ist zu einem Ort für Ausstellungen, Performances, Laboratorien, Ateliers, Probestätten, zu einem Bildungs- und Austauschort geworden. Der Hof ist dabei eben nicht abgeschlossen und auf die hier lebenden Kreativen beschränkt: Um vom Halfmannshof zu profitieren, muss man nicht einmal hier wohnen! Dies alles haben die Residenzen der Kunstrepublik aus Berlin in Kooperation mit dem Consol Theater, von Kunstschaffenden aus Schweden und Brasilien, von Performancekollektiven aus Litauen und erst in jüngster Zeit die zweite Rietveld Residenz Gelsenkirchen in Zusammenarbeit mit den Urbanen Künsten Ruhr eindrücklich bewiesen. Hier ist ein Raum für junge und experimentierfreudige internationale Künstler_Innen und Studierende entstanden, die jenseits vorgefertigter Lösungen auf Entdeckungsreise gehen wollen, deren Augenmerk nicht das Etablierte ist, sondern die aktive Schaffung von Neuem – auf lokaler Ebene, die dann wiederum international vernetzt wird. Wir können jungen Kreativen eine Weiterentwicklung ermöglichen, indem wir ihnen neue Perspektiven eröffnen, während wir die internationale Perspektive hierhin lenken. 

Wir können mit Fug und Recht sagen, der Halfmannshof hat nicht nur lokal, sondern auch regional, national und international auf den kreativen Landkarten seinen Platz gefunden.

Jetzt ist es an Ihnen und Euch, den Halfmannshof selbst zu entdecken und herauszufinden, welche Möglichkeiten er bietet.

Und schaut auch mal auf der Seite des Kreativ.Quartiers Ückendorf vorbei!