Kunst vor Ort

Tür auf 2022

Am 7. und 8. Mai öffneten wieder Ateliers und Galerien in Ückendorf ihre Türen. Der Halfmannshof bot einen Rahmen für den Auftakt und ein breites Spektrum an Ausstellungen mit lokalen Künstler:innen und neuen Gesichtern.

vlnr: Tabea Borchardt (Gast), Buchbinderei Klein, Christiane Lege, Stefanie Stuhldreier, Bettina Steinacker (Gast), Frank M. Helferich (Gast), René Sikkes, Gabi Rottes, Werner Schuster (Gast)

 

 

Lenin auf Schalke - Lesung mit Gregor Sander

4. April 2022 im Studio auf dem Halfmannshof

 

Über „Lenin auf Schalke“

Seit dreißig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Dreht und wendet die Ostdeutschen wie Schnitzel in der Pfanne. Es ist an der Zeit zurückzugucken. »Sander du musst in den Westen«, mit diesen Worten seines besten Freundes Schlüppi beginnt die Reise von einer goldenen Pommesbude in Ostberlin nach Gelsenkirchen. Sander wohnt hier bei Zonengabi im Glück (BRD) und ihrem Freund Ömer in einem alten Bergmannshaus. Er versucht sich zu orientieren zwischen alten Abraumhalden, nagelneuen Leninskulpturen und einer Vergangenheit, die 1000 Meter unter der Erde liegt.

Gregor Sander, eine der wichtigsten Stimmen der gesamtdeutschen Literatur, nimmt uns in „Lenin auf Schalke“ mit dorthin, wo der Westen arm dran ist. Keine Zeche mehr, keine Kokerei und kein Stahlwerk, die Ruhrpottluft dank Arbeitslosigkeit gereinigt und auch Schalke 04 ist inzwischen zweitklassig. Hintersinnig, klug beobachtend und mit humorvollem Ernst erzählt Sander von einem Ort, der in allen Negativstatistiken führt: ärmste Stadt Deutschlands, höchste Arbeitslosigkeit, geringstes Pro-Kopf-Einkommen. Staunend entdeckt Sander eine Welt, die von der alten Bundesrepublik vergessen wurde. Nur ist Gelsenkirchen deshalb wirklich der Osten im Westen?

Über Gregor Sander

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt „Abwesend“ war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman „Was gewesen wäre“ wurde prominent besetzt verfilmt.

Mehr Informationen zum Autor unter www.gregorsander.com

 

Licht an! 2021

Endlich durften die Ateliers in Ückendorf wieder öffnen. Viele Besucher genossen die Möglichkeit, in vorweihnachtlicher Atmosphäre mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen.

 

 

Open Spaces II

Für die Zeit von Oktober bis Dezember 2020 wurden dank der Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Gelsenkirchen elf Stipendien vergeben.

Unter dem TItel "Open Spaces II" wollen die Stipendiatinnen und Stipendiaten Heike Feddern, Michael Gees, Bernhard Klug, Jannine Koch, Nobert Labatzki, Diana Miebach, Natalie Pielok, Gabi Rottes, Jo Scholar, René Sikkes und Mario Stork in der Künstlersiedlung Halfmannshof Ein- und Ausblicke in ihre Projekte geben.

 

 

Sabine Büttner: skofwerk

26. September bis 31. Oktober 2020

 

Die deutsche Übersetzung für das afrikaanse Wort skofwerk ist Schichtarbeit.

Gezeigt wird hauptsächlich Collage als Direktdruck auf Aludibond, Papierarbeiten und Objekte.

Ausgangspunkt der Arbeiten sind Printmedien wie Magazine, Illustrierte oder Broschüren aber auch Alltagsgegenstände. Durch das Heraustrennen des Materiales entstehen neue Figuren und Formen. Die Versatzstücke werden miteinander in Korrespondenz gebracht und eigene künstlerische Prozesse durchgeführt. Zum Konstruieren der Arbeiten gehört immer auch eine Unvoreingenommenheit und bestenfalls Leere.

Eine Form trifft auf eine andere Form und so entstehen neue Sichtweisen und Stimmungen, die auch fremd sein können.

Eine Art persönliche Bildsprache entsteht.

 

Britta Frechen   Kunst ist Lebensmittel - Barockgarten trifft Landwirtschaft

25.Juli bis 29.August 2020

 

Die ortsbezogene Außeninstallation der Bildhauerin Britta Frechen vor dem projektbüro setzt sich mit den Bedingungen von Kunstproduktion auseinander.

Bezugnehmend auf den Halfmannshof als Künstlersiedlung schlägt sie eine Brücke in den Ausstellungsraum hinein: Industriell gefertigte Materialien aus der Landwirtschaft werden zu einer Broderie, dem traditionellen Bestandteil des Barockgartens, Gemüse zu einem künstlerischen Produkt, dessen ‚Vermarktung‘ in den Räumen erfolgt.

 

 

 

René Sikkes   Paperworks   1. Mai bis 21.Juni